Schweizer Musi

Angestoßen durch einen Artike über die Ausstellung „Oh Yeah“ im Berner Museum für Kommunikation möchte ich ein wenig über meine Erfahrungen mit der Schweizer Musik, vor allem geprägt durch meine Mitarbeit im Kulturhof-Schloss Köniz, erzählen.

Mani Matter

Du bist a Löl! Niemand kommt in der Schweiz um Mani Matter herum und schon gar nicht am Kulturhof -Schloss Köniz, wo Beschimpfungen in verschiedensten Dialekten zum Kulturaustausch gehören. Ich bin stolzer Besitzer eines Mani Matter Büchleins mit Akkorden und Texten, was ungemein zu meinem Verständnis von Schweizer Dialekt beigetragen hat. Mani Matter ist mit Sicherheit der Liederschreiber der Schweiz, der jedoch bereits mit 36 Jahren bei einem Autounfall 1972 tödlich verunglückt ist. Mani Matter zeichnet sich durch seine diffizilen sprachlichen Fertigkeiten Szenerien, in denen sich oftmals gerade im Moment des Schmunzelns eine sozialkritische Idee entfaltet. Zuerst nun die alte Geschichte der vier Volldeppen und dann das Dynamit, aber ich kann jedem ans Herz legen sich weitere Stücke anzuhören.


 

Züri West

Nimm des gelbe self-titled Album von 1994 mit Heim. Das ist ein Klassiker. Gehört, getan. Und da waren auch schon Lieder, die ich bereits kannte. Und hier ist er nun der romantische Hit, der auch heute noch im Radio kommt.

Als ein Kind der Neunziger Musik ist die Platte recht solide und erhält einen Pluspunkt durch eine Einlage in der Länge von 1.30 im letzten Song. Crêpe, eine französische Hommage an ihre großen Vorbilder.

Das letzte Album von Zürn West hieß Göteborg und im gleichnamigen Lied wird auf Berner Musikkollegen verwiesen. Die Selbstreferenz innerhalb dieser regionalen Szene zeigt von deren personellen Größe und Bedeutsamkeit, ob diese Musiker froh waren, dass Ihnen die Muse vorbei geschickt wurde bleibt offen. Was man schnell merkt ist, dass gewisse Musiker in vielen Bands tätig sind, bspw. der Drummer Gert Stäuble oder der Bassist Wolfgang Zwieauer. Das führt mich hier zu der rotzigen Nummer von Bubi Eifach.

Tinu Heiniger

Zwischen Heimat und Gesellschaftskritik bewegt sich Tinu Heiniger. Er schreibt Lieder einerseits über die Schweizer Berge und anderseits über konkrete gesellschaftspolitische Themen bestimmt. Alles jedoch mit feinem sprachlichen Geschick. Das Zwärgeland porträtiert mit feiner scharfen Wortklinge jene Problematik, die mit der Hildebrand Affäre aufkam.

Kurz vorstellen möchte ich noch den Gitarristen Hank Shizzo vorstellen, für alle die Blues/Country/Roots-Gitarren Musik mögen. Zieht euch dieses Porträt rein. 

Ich persönlich finde die Schweizer Musikszene recht vielfältig und dies hier ist ein kleiner Teil aus dem Kreis Bern und Umgebung. Danke für die tollen Einblicke.

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